Dr. Susanne Konrad –
Kreatives Schreiben · Literarische Kulturarbeit
Susanne Konrad studierte Deutsch und Geschichte in Konstanz und Frankfurt am Main. 1995 promovierte sie über Goethes „Wahlverwandtschaften“. Schwerpunkt ihrer schriftstellerischen Arbeit sind Romane, Erzählungen, Essays und Fachpublikationen zu den Themen Diversität, Inklusion und seelische Gesundheit, Liebe und Älterwerden, Heimat und Migration. Ferner hat sie zahlreiche literarische und redaktionelle Beiträge publiziert. Susanne Konrad leitet seit vielen Jahren Schreibwerkstätten, in deren Mittelpunkt praktische Schreibanregungen stehen. Darüber hinaus engagiert sie sich als Herausgeberin und organisiert Lesungen. Sie ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland e.V. und im Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS).
Ihre eigene Position zwischen Literaturbetrieb, Literaturvermittlung und Erfahrungswissen macht sie zu einer Grenzgängerin: Sie bewegt sich zwischen professioneller Literatur und Selbsthilfe, zwischen ästhetischem Anspruch und gesellschaftlichem Engagement.
In ihren Schreibwerkstätten für Menschen mit Psychiatrie- und Krisenerfahrung versucht sie, die Grenze zwischen therapeutischem Schreiben und literarischer Autorschaft zu überschreiten. Ihr Anliegen ist, Betroffene nicht auf ihre Erkrankung festzulegen, sondern ihnen einen Platz im literarischen Leben zu eröffnen. Damit verbindet sie ihre eigene literarische Arbeit mit einer Kultur des Brückenbauens.
Konrad versteht sich zunehmend als Kulturaktivistin: als Autorin, die schreibt, und als Vermittlerin, die Räume schafft, in denen unterschiedliche Erfahrungen, Herkünfte und Lebensentwürfe miteinander ins Gespräch kommen.
Foto: Peter Bretz
